Wackelzahnpubertät: Was Eltern wissen sollten

Vielleicht hast Du schon mal von der Wackelzahnpubertät gehört? Oder ist euer Kind zwischen fünf und zehn Jahren und verhält sich in letzter Zeit so anders als gewohnt? Mal ist es trotzig und dann verhält sich euer Liebling plötzlich wieder wie ein Kleinkind. Dann willkommen zur Wackelzahn Pubertät, auch Milchzahn-Pubertät genannt, denn schließlich wackeln dann oft nicht nur die Zähne, sondern auch die Laune. Jedes Kind durchlebt die Phase der Wackelzähne. Ab wann es wieder besser wird und nach welchen Milchzahn-Pubertät-Symptomen ihr Ausschau halten solltet, erfährt ihr in diesem Beitrag.

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Was ist die Wackelzahnpubertät?

In dieser Entwicklungsphase, die, wie der Name schon sagt, im Alter von 5 bis 6 Jahren anfängt, also wenn die ersten Zähne zu Wackeln beginnen, durchleben Kinder grundlegende Veränderungen. Manche Kinder haben ihren ersten Wackelzahn mit 5 Jahren und manchmal dauert es auch länger. Diese Phase hält etwa sechs Jahre lang an (daher auch 6-Jahres-Krise genannt). Der erste Wackelzahn stellt für euer Kind nicht nur eine körperliche Veränderung dar. Denn während dieser Zeit wechselt es gewöhnlich vom Kindergarten in die Schule und fängt langsam an Eigenverantwortung zu übernehmen.

Tipps für den Umgang mit eurem Wackelzahnkind

Der Umgang mit einem Kind, das sich gerade in der Wackelzahnpubertät befindet, ist manchmal gar nicht so einfach. Vermehrte Wutausbrücke können die Nerven schon mal blank liegen lassen. Denkt daran, dass dies eine neue spannende Phase im Leben eures Lieblings ist, auf der ihr euer Kind begleiten könnt.

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Wenn die Wackelzahnpubertät mit 5 Jahren einsetzt, unterscheidet sich diese von der Pubertät, die hormonell bedingt ist und zwischen zehn bis zwölf Jahren einsetzt.

  • Es ist ganz normal, wenn euer Kind gerade besonders unter Stimmungsschwankungen leidet und schneller einmal wütend wird. Versucht Ruhe zu bewahren, auch wenn es schwierig ist, gerade wenn die Situation z. B. in der Öffentlichkeit eskaliert oder lange andauert.
  • Findet heraus, was euer Kind gerade braucht, wenn es wütend ist. Sehnt es sich nach Aufmerksamkeit und Nähe oder möchte es lieber etwas Abstand? Einfühlsame Kommunikation auf Augenhöhe ist hier der Schlüssel zum Erfolg.
  • Wie geht ihr mit eurer eigenen Wut oder Frustration um? Vielleicht könnt ihr eurem Kind ja Tipps geben, die euch selbst geholfen haben, wie bis zehn zu zählen oder erstmal eine Auszeit zu nehmen oder den Frust ablassen und in ein Kissen zu boxen?
  • Erstellt einen Action-Plan mit eurem Kind, auf den es zurückgreifen kann, wenn die Wut es packt. Erlernte und gewohnte Muster können als Leitplanken dienen und die Situation von Anfang an weniger aufreibend machen.
  • Fangt damit an, euer Kind in altersgemäß angemessenen Entscheidungen miteinzubeziehen und besprecht diese im Vorhinein zusammen. So gebt ihr eurem Kind das Gefühl, ein gleichwertiges Familienmitglied zu sein, dass Entscheidungen mit beeinflussen kann und darf.
  • Schafft gemeinsame Rituale, die Sicherheit und Stabilität in dieser unsicheren Zeit verleihen.

Warum ist euer Kind wütend?

Auch in der täglichen Umgebung ist das Kind plötzlich mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert und muss mit strengeren Regeln umgehen lernen, wie zum Beispiel das Stillsitzen in der Schule und Leistungen während des Unterrichts zu erbringen.

Gleichzeitig verändern sich die Proportionen durch das Körperwachstum, und Gliedmaßen wachsen manchmal so schnell, dass das Verhalten im Alltag oft etwas tollpatschig sein kann. Die ausfallenden Zähne führen dazu, das Laute, die euer Liebling vorher schon perfekt aussprechen konnte, nicht mehr so einfach zu betonen sind. Viele Kleinigkeiten, die Frust bei eurem Kind schüren können und es schwierig machen, die Gefühle zu kanalisieren.

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Wenn die Wackelzahnpubertät „einschlägt“ bedarf es einfühlsamer und geduldiger Eltern

Aber nicht nur die körperlichen Veränderungen führen zu gefühlsmäßigem Tumult. Euer Kind muss nun nicht mehr alles neu erlernen und erforschen, sondern kann auf gespeicherte Erfahrungen zurückgreifen und auch von Erfahrungen anderer lernen, sowie Situationen beobachten und Vorbilder suchen.

Es merkt, dass es nun nicht mehr zu den Kleinen gehört, aber auch nicht zu den Großen, sondern sich in einer Zwischenphase befindet. Dies alles kann zu einer großen Verunsicherung führen, die sich in Wutanfällen ausdrückt, für die ein Ventil gesucht wird. Oft werden daher etwa wir als Eltern das Ziel der Wut.

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Wackelzahnpubertät – Was tun?

Gerade während dieser neuen Lebensphase benötigt euer Kind viel Hilfe und Unterstützung. Setzt Grenzen und führt klare Strukturen ein, an die sich euer Kind halten muss. In dieser Phase versucht das Kind Grenzen zu testen. Klare Strukturen geben dem Kind Sicherheit.

Die vielen Veränderungen in diesem Alter, in denen das Kind einen großen Sprung in seiner Entwicklung macht sind oft überwältigend und es ist hilflos seinen Gefühlen ausgeliefert. Manchmal hilft es daher einfach etwas Mitgefühl zu zeigen und es in den Arm zu nehmen, als zu hinterfragen, warum sich das Kind so verhalten hat oder eine Entschuldigung zu verlangen.

Die Gefühle stauen sich oft an in der Wackelzahnpubertät. Euer Kind kommt in dieser Lebensphase leicht aus dem gefühlsmäßigen Gleichgewicht und sein Selbstbewusstsein ist daher sehr verletzlich. Wichtig ist nun, dass ihr euer Kind und seine Gefühle ernst nehmt und mit Respekt begegnet. Auch wenn euer Kind noch nicht ganz zu den Großen gehört, sollte es schon so behandelt werden. Nun ist es wichtig, dass ihr als Eltern eurem Kind zuhört und Gedanken und Fragen gemeinsam mit dem Kind erforscht.

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  • Die plötzliche Wut und das ständige Diskutieren werden für Eltern schnell zur echten Herausforderung
  • Wichtig ist es, den Veränderungen des Kindes entspannt zu begegnen und Verständnis zu zeigen
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  • Mit bewährten, alltagstauglichen Tipps wirst du die sensible Zeit des Zahnwechsels liebevoll begleiten
  • Atme tief durch: Diese turbulente und für dein Kind sehr wichtige Phase geht vorüber! Erfahrungsberichte anderer Eltern, deren Kinder auch gerade in der Wackelzahnpubertät stecken, machen Mut und zeigen: Du bist nicht allein

Zusammenfassung

In der Wackelzahnpubertät ist euer Kind damit konfrontiert kein Kleinkind mehr zu sein und wechselt in eine neue Phase. Diese Veränderung ist mit einem großen emotionalen Umschwung verbunden, die Unsicherheit auslöst. Wenn ihr jedoch über den Hintergrund der emotionalen Ausbrüche Bescheid wisst, könnt ihr gezielt darauf reagieren und euer Kind bestmöglich unterstützen. Die Wackelzahnpubertät ist schließlich nicht nur eine die vielleicht herausforderndste Zeit seit den Wachstumsschüben im ersten Lebensjahr, sondern auch eine Herausforderung für die Eltern.

LG, Richard & Maren.

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Letzte Aktualisierung am 16.03.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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