Unser Redakteur Philipp testet die Zenbox und berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen, wie das kleine Gadget als App-Blocker fungiert, um gerade Eltern zu helfen, ein Bewusstsein zu schaffen, das Handy auch mal beiseite zu legen, um mehr Zeit für die Familie zu haben.

Über den Autor
Philipp Macke ist Gründer von DaddyDo und Vater von drei Kindern. Er kennt die Fragen und Herausforderungen moderner Elternschaft aus dem eigenen Alltag und setzt sich intensiv damit auseinander, wie Familien Verantwortung fairer verteilen können.
Inhaltsverzeichnis – Deine Mehrwerte in diesem Artikel
Vorgestellt: Was ist die Zenbox?
In diesem Produkttest besprechen wir die Zenbox, ein kleines, physisches Gerät, mit dem sich der eigene Smartphone Gebrauch im Alltag bewusst steuern lässt. Ich habe die Zenbox als Vater getestet, weil mir Fokuszeit mit meinen Kindern wichtig ist und ich meine Aufmerksamkeit im Familienalltag bewusster steuern möchte.

Bei der Zenbox handelt es sich um ein kleines, modernes Gadget, welches ein bisschen an einen Audiospeaker erinnert. Die Box funktioniert im Zusammenspiel mit der dazugehörigen App via NFC-Technologie.
Das besondere an der Zenbox sind zum einen die grundlegenden Features: hergestellt im 3D-Druck in Deutschland, benötigt keine Batterien bzw. kein Aufladen nötig und kann dank magnetischer Haftung variabel platziert werden.
Die Box ist dabei ca. so groß wie ein Eishockey-Puck und aktuell in zwei Farben, schwarz und weiß, erhältlich. Die Zenbox-App ist kostenlos nutzbar und werbefrei.
Was ist der Unterschied der Zenbox zu vorinstallierten Funktionen auf dem Smartphone?
Im Gegensatz zu den auf Smartphones vorhandenen Möglichkeiten, seine Bildschirmzeit im Blick zu haben oder sogar Apps etc. in gewisser Weise zu reduzieren, ermöglicht die Nutzung der Zenbox, dass das App-Blocking nicht umgegangen werden kann. Zusätzlich bietet die Box eine physische Barriere und liefert umfangreiche Analysen zum eigenen Verhalten und den positiven Ergebnissen im Zuge der Nutzung.
Ein weiterer Vorteil ist, dass alle nicht vom User blockierten Funktionen weiterhin aktiv bleiben und man somit sehr individuell steuern kann, worauf ich bewusst verzichten möchte und worauf nicht.
Wie reduziere ich meine Bildschirmzeit? Meine Erfahrungen mit der Zenbox
Der Einstieg war sehr niedrigschwellig. Es gibt keinen Profilzwang und keine lange Einrichtung. Die Installation erfolgt in drei simplen Schritten: Gerät koppeln, App installieren und öffnen, direkt loslegen.
Das Koppeln mit dem Smartphone ging schnell. Zu Beginn braucht es etwas Zeit, um die passenden Einstellungen zu finden. Die Auswahl der Apps wirkt zunächst umfangreich, vor allem weil man merkt, wie viele Anwendungen im Alltag Aufmerksamkeit ziehen. Aber genau darum geht es ja im Grunde: Sich selbst und die eigene Bildschirmzeit zu reflektieren und zu hinterfragen. Als Eltern sind wir schließlich Vorbilder für unsere Kinder. Wie oft wir am Tag was mit dem Smartphone machen übertragt sich entsprechend auf sie.
Nach ein wenig Ausprobieren hatte ich eine Konfiguration, die für mich gut funktioniert. Praktisch ist auch, dass sich nicht nur Apps, sondern einzelne Webseiten blockieren lassen. Bei mir betrifft das den Kicker, zu dem ich sonst immer wieder automatisch zurückkehre.

Die Zenbox in meinem Papa-Alltag
Vor dem Test habe ich mir ein klares Ziel gesetzt. Die Zeit zwischen Kita Abholung und dem Ins Bett bringen der Kinder wollte ich bewusst ohne ablenkende Medien verbringen.
Ich habe dafür genau diese Apps gesperrt, die mich sonst aus dem Moment holen. Telefon und andere notwendige Funktionen blieben nutzbar.
In den ersten Tagen habe ich gemerkt, wie oft der Griff zum Handy automatisiert passiert. Das Gerät signalisiert in diesen Momenten, dass die Nutzung gerade nicht vorgesehen ist. Mit der Zeit wurde dieser Griff tatsächlich seltener.

Im Familienalltag habe ich die Zenbox vor allem zu Hause genutzt. Beim gemeinsamen Spielen, beim Abendessen und beim Vorlesen.
Situationen, in denen das Handy sonst schnell nebenbei präsent ist. Ich war weniger geneigt, zwischendurch etwas nachzuschauen und konnte länger bei einer Sache bleiben. Gespräche hatten mehr Ruhe und meine Aufmerksamkeit blieb stabiler bei den Kindern.
Auch am Abend habe ich die Zenbox eingesetzt. Bestimmte Apps habe ich bewusst gesperrt, um meine Nutzung zu strukturieren. Nach ein paar Tagen habe ich gemerkt, dass ich seltener automatisch zum Handy greife und es schneller wieder weglege. Die Veränderung ist leise, aber spürbar.
Das gefällt mir gut
- Die Zenbox kann mit verschiedenen Smartphones genutzt werden. So ist es auch meiner Partnerin möglich, mittels App auf ihrem Handy auf die Box zuzugreifen und nach ihren Bedürfnissen zu nutzen.
- Die einfache Installation sowie Nutzung sprechen für die Box. Gepaart mit dem Fakt, dass für die App kein Account angelegt werden muss und kein Tracking erfolgt, unterstreichen diesen simplen aber vorteilhaften Nutzen.
Hier sehe ich noch Potenzial
- Eine Funktion zum Wiederfinden. Klassiker im Familienhaushalt, haha. Denn: Das Gerät ist recht klein. Einmal habe ich es im Haushalt verlegt und musste suchen, um das Handy wieder freizugeben. Mit Kindern im Haushalt ist ein fester Platz sinnvoll, damit es nicht verschwindet oder zum Spielobjekt wird.
Digital Detox: Bedeutung
Mit dem Begriff Digital Detox ist gemeint, sich eine Auszeit von digitalen Medien zu nehmen. Die Bedeutung Digital Detox ist inzwischen zum Trend geworden und vor allem immer mehr junge Menschen partizipieren.
Das Ziel ist es, für eine gewisse Zeit, allen digitalen Endgeräten abzusprechen. Dadurch werden verschiedene gesundheitsrelevante Aspekte gefördert. So trägt Digital Detox dazu bei, sich wieder bewusst dem Alltag zu widmen, sich von mentaler Belastung frei zu machen und dem Geist sowie Körper Erholung zu gönnen.
Weitere Ziele sind mehr zwischenmenschliche Interaktionen im Sinne von Zeit mit Freunden verbringen, weniger Stress zu empfinden sowie Resilienz zu fördern.
3 Tipps wie Digital Detox gelingt
- Tipp #1: Weniger ist mehr. Starte mit einem festgelegten Start- und Enddatum, das nicht zu weit in der Ferne liegt, um sicherzustellen, dass Du diese Phase Digital Detox auch durchziehst.
- Tipp #2: Digital Detox kann auch ein punktueller Verzicht speziell vom Smartphone an bestimmten Tageszeiten oder Räumlichkeiten sein. Dies vereinfacht die Herausforderung ohne kompletten Verzicht zu üben.
- Tipp #3: Gerade aus Sicht der Eltern ist es wichtig, als Vorbild zu agieren. Führt für alle Familienmitglieder feste Regeln ein, dass z. B. beim Essen Handyverbot herrscht. Oder ihr begleitet eure jugendlichen Kids beim Digital Detox, indem ihr mitmacht.
Fazit: Weniger Bildschirmzeit, mehr Familienzeit dank der Zenbox
Die Zenbox ist leicht und wirkt solide verarbeitet. Sie ist unauffällig und funktional. Für aktuell 49 Euro ist sie ein Werkzeug, das sich gut in den Alltag integrieren lässt und einen klaren Zweck erfüllt.
Für mich ist die Zenbox eine alltagstaugliche Unterstützung. Sie hilft dabei, Aufmerksamkeit bewusster zu lenken und im Familienleben präsenter zu sein. Gerade als berufstätige Eltern, die im hektischen Familienalltag versuchen, den Spagat zwischen Beruf und Privatleben zu vollführen, spielt das Smartphone eine große Rolle. Aber ein großer Anteil der Zeit, die wir mit dem smarten Endgerät verbringen, ist de facto nicht nötig. Die gemeinsame Zeit mit den Kids dagegen schon, zumal sie in der Form nicht wiederkommt und entsprechend wertvoll ist.

Viele Grüße, Dein Philipp.
