Fahrradfahren lernen – Mit diesen 3 Tipps klappt es

Wie erlernen Kinder eigentlich das Fahrradfahren? Keine leichte Antwort, gibt es doch, je nach Kind, hierfür diverse Antworten und Möglichkeiten. Wir erläutern Dir, wann der richtige Zeitpunkt ist, um das Radfahren zu lernen.  Du erfährst in unserem Ratgeber zum Fahrradfahren lernen für Kinder  außerdem, mit welchen Tipps Dein Kind das Radfahren spielerisch erlernt. Und als kleines Extra listen wir Dir die drei beliebtesten Einsteiger-Fahrräder für Kinder. Vom Puky Fahrrad bis zum woom Bike 2.

Das erwartet Dich

Wann Fahrradfahren lernen?

Das Fahrradfahren ist einer der großen Meilensteine in der mobilen Entwicklung Deines Kindes. Im Grunde genommen ist es ein weiteres Stück in Richtung Eigenständigkeit. Dein Kind wird mit zunehmendem Alter selbstständiger und möchte seinen Entdeckerradius erweitern. Auf dem Weg zum Fahrradfahren lernen meistert Dein Kind zahlreiche Hürden, wie z.B. das Krabbeln, Hinstellen und die ersten Schritte.
Wann ist aber eigentlich der richtige Zeitpunkt für ein Kind, um das Fahrradfahren zu erlernen? Hierzu gibt es ein paar grundlegende Voraussetzungen, die Dein Kind erfüllen sollte, um mit dem ersten eigenen Kinderrad durchzustarten:
  • Sicher stehen und Laufen können
  • Die Kraft haben, das Kinderrad zu halten, schieben und wieder aufzuheben
  • Groß genug sein (<95cm)
  • Mit beiden Füßen den Boden erreichen können
  • Im besten Falle mobile Vorerfahrung (siehe Tipp Nr. 1)

So hilfst Du Deinem Kind, das Fahrradfahren zu erlernen

Wenn ich an das Fahrradfahren lernen denke, habe ich dieses wundervolle, malerische Bild vor Augen: Ich halte mein auf dem Rad sitzendes Kind fest, begleite es beim Anfahren und auf den ersten Metern und dann fährt es alleine den Bürgersteig entlang. Ich platze vor Freude und Stolz über diesen Erfolg.
Die Realität sieht natürlich etwas anders aus. Es bedarf einer Menge Geduld. Bei allen Beteiligten: Kind, Mama und Papa. Und es bedarf Zuversicht, Motivation, Bestärkung und den Glaube an sein Kind. Im Folgenden gebe ich Dir drei wertvolle Tipps, wie das Fahrradfahren lernen bei Deinem Kind gelingt.

Tipp Nr. 1: Früh übt sich

Das gilt wohl für so ziemlich alles im Leben. Je früher wir mit etwas anfangen, desto leichter fällt es uns, es zu erlernen. So auch mit dem Fahrradfahren. Heutzutage haben die Kinder den Vorteil, dass es zahlreiche mobile Fahrzeuge gibt, die langfristig gesehen eben auch das Fahrradfahren erlernen mit fördern.
Bei uns war der Ablauf wie folgt: Zuerst kam das Rutschauto (Bobby Car), dann das Laufrad (Wishbone Bike Original 2in1), ein kleiner Tretrolle sowie ein Traktor mit Pedalen. All diese Fahrzeuge führen Dein Kind spielerisch an Mobilität mit all ihren Facetten heran. So lernt Dein Kind Geschwindigkeit, das Lenken und Bremsen, Gleichgewicht zu halten und in die Pedale zu treten.
Des Weiteren bewegt sich Dein Kind so auch schon früh im Straßenverkehr. Es lernt die Umgebung um sich herum und wie es ist, ein Teil davon zu sein.

Tipp Nr. 2: Keine Stützräder

Mit einem frühen Einstieg in die Mobilität erleichterst Du Deinem Kind automatisch das Fahrradfahren lernen. Die unter Tipp 1 genannten Grundlagen werden früh verinnerlicht, was den Umstieg auf das erste eigene Kinderfahrrad enorm erleichtert. Hier ist unser zweiter Tipp folglich, dass Dein Kind beim Kinderrad ohne Stützräder, mit elterlicher Unterstützung, das Radfahren erlernt.

Fahrradfahren lernen ohne Stützräder

Beim ersten Fahrrad die Stützräder wegzulassen klingt erstmal etwas hart. Vor allem dann, wenn das Fahren mit Stützrädern vielleicht schon ganz gut klappt. Immerhin geben sie Sicherheit und helfen beim Ausbalancieren. Aber genau das ist der springende Punkt, weshalb von Stützrädern abzuraten ist. Sie übernehmen eine der wichtigsten, vom Kind selbst zu erlernenden und zu beherrschenden Eigenschaften: die Balance zu halten. Diese Fähigkeit erlernt Dein Kind also am besten mit Deiner Unterstützung von Beginn an, wenn es mit dem Radfahren los geht.
Stützräder sind keine dauerhafte Lösung. Früher oder später kommt also sowieso der Moment, in dem die Hilfen abmontiert werden und Dein Kind ohne sie fahren möchte. Gerade zu Beginn eine sehr große Umstellung, da das Kind ja davon ausgeht, direkt und sicher loszuradeln. Und schon steigt die Unfallgefahr sowie ein Schritt zurück. Denn nun muss das Kind gefühlt von vorne anfangen, was ziemlich entmutigend sein kann.

Tipp Nr. 3: Mama's und Papa's Unterstützung

Der selbstverständlichste Tipp. Dennoch ein wichtiger, denn es bedarf einiges an Zeit und Geduld, Deinem Kind das Fahrradfahren beizubringen. Bei dem einen klappt es schneller, bei dem anderen dauert es einfach länger. Lasst euch hier nicht aus der Ruhe bringen. Richtet euch nach eurem Kind und seiner Motivation. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, das Fahrradfahren zu erlernen, werdet ihr automatisch viel Zeit mit den ersten Versuchen draußen verbringen.
Versuche trifft es hierbei ziemlich gut. Denn es ist ein Prozess, der beim Erlernen des Radfahrens in Gang gesetzt werden muss. Vom richtigen Aufsteigen, über Gleichgewicht halten, bis hin zum Anfahren. Und das sind nur die ersten Schritte auf dem Weg zum kompletten Radeln. Dein Kind wird hier durchaus mal verzweifeln oder sich ärgern. Da braucht es Deine Unterstützung, aber auch Deine Sicherheit. Der ein oder ander blaue Fleck gehört sicherlich dazu.
Wichtig ist auch, einen guten Mix aus Sicherheit geben und Vertrauen schenken zu finden. So solltest Du Dein Kind am Sattel oder an den Schultern halten, allerdings nicht zu sehr stützen. Nur so kann Dein Kind ein Gefühl für das Gleichgewicht entwickeln.

Das erste Kinderfahrrad – unsere 3 Kaufempfehlungen

Ist der Moment gekommen, dass Dein Kind mit dem Radfahren starten möchte, fehlt natürlich nur noch das passende Kinderfahrrad. Hier gibt es durchaus eine beachtliche Auswahl an Fahrrädern, weshalb wir Dir mit unseren drei Favoriten die Entscheidung vielleicht etwas leichter machen können. Unser Top 3 Kinderfahrräder mit 12 Zoll Reifengröße.

Das Puky Fahrrad 12 Zoll für Kinder

Der Klassiker unter den Kinderfahrrädern. Das Puky Fahrrad in 12 Zoll gehört seit Jahren zu den beliebtesten und meistgekauftesten Kinderrädern. Kein Wunder, das Gesamtpaket bei diesem Kinderfahrrad passt einfach.
PUKY® ist ein in Wülfrath ansässiges deutsches Traditionsunternehmen. Vor über 70 Jahren unter dem Namen „Puck“ in Düsseldorf gegründet, werden die hochwertigen Kinderfahrzeuge in Deutschland produziert. Hierbei reicht das Produktsortiment von Laufrädern, über die PUKY® Steel 12 Kinderfahrräder, bis hin Fahrrädern für Teenager und einer großen Auswahl an Zubehör.

Puky Steel 12 – Produktdetails

Das Puky Fahrrad für die Fahranfänger überzeugt mit Qualität, Praktikabilität und Sicherheit. Geeignet für Kinder ab 3 Jahren, erhält Dein Schatz ein langlebiges und farbenfrohes Einsteiger-Fahrrad.

Details im Überblick:

  • ab 95cm Körpergröße (ab 42cm Schritthöhe)
  • Gewicht Fahrrad: 7,9kg
  • Rücktrittbremse
  • Handbremse (beidseitig montierbar, wobei links am sinnvollsten ist, da i.d.R. auch links die Vorderradbremse bei allen weiteren Fahrrädern ist)
  • Sicherheitslenkergriffe mit großen Prallfächen
  • Geschlossener Kettenkasten
  • Lenkerpolster
  • Kindgerechte Ergonomie
  • Seitenständer
  • Tiefer Einstieg
  • Gepäckträger
PS: Fahrräder für Kinder sind auch sehr gut gebraucht zu kaufen. Wenn Zustand oder Farbe nicht mehr in bestem Zustand sind, kein Problem: Bei Benjamin von „neussyork.de“ gibt es eine richtig tolle Anleitung, wie Du ein Puky Kinderfahrrad lackierst.

woom Bike 2

Die woom Bikes gehören inzwischen zu den beliebtesten und coolsten Kinderfahrrädern auf dem Markt. Das österreichische Unternehmen setzt bei der Herstellung seiner Fahrräder auf Top-Qualität. Die hochwertige Verarbeitung der Materialien sowie das moderne Design verspricht pure Fahrfreude. Besonders hervorzuheben beim woom 2 ist das geringe Gewicht von nur 5kg! Allerdings spiegeln sich diese Eigenschaften auch im deutlich höheren Preis wieder.

Produktdetails woom 2

Im Gegensatz zum PUKY® und zum S’COOL niXe ist das woom 2, als erstes Kinderfahrrad im Produktportfolio, erst mit einer Reifengröße von 14 Zoll erhältlich. Da sich hierdurch allerdings nichts an der Sattelhöhe ändert, ist auch das woom 2 ein geeignetes Einsteiger-Fahrrad.

Details im Überblick:

  • In 5 coolen Farben erhältlich
  • Gewicht Rad: 5kg (ohne Pedale)
  • ab 3 – 4,5 Jahre (95cm Körpergröße)
  • Zwei Handbremsen (farblich gekennzeichnet, um Verwechslung zu vermeiden) – Keine Rücktrittbremse => Der Freilauf erleichtert Kindern somit eine frei wählbare Pedalstellung beim Anfahren
  • Kindgerechte Ergonomie
  • Lenkeinschlagsbegrenzer, um Stürze zu vermeiden

S'COOL niXe 12 Zoll

Das niXe 12 Zoll von S’COOL ist ein cooles, farbenfrohes Kinderrad, was dem PUKY® sehr ähnelt. So sind die Produktdetails mit denen des PUKY® Kinderrads auch vergleichbar. Die vorinstallierten Stützräder lassen sich jederzeit abmontieren, so dass ihr mit eurem Schatz die ersten Fahrversuche unternehmen könnt.

Zusammenfassung: Fahrradfahren lernen

Für euch Eltern und eure Kind wird das erste Mal alleine Fahrradfahren ein unvergesslicher Moment sein. In der Regel ist mit ca. drei Jahren der Moment gekommen, um mit dem Fahrradfahren lernen zu beginnen.
Idealerweise hat Dein Kind bereits Vorerfahrungen in pucnto Mobilität. Hier eignen sich Rutschautos, Laufräder und Tretroller sehr gut. Mit diesen hierbei erlernten Fähigkeiten erhält Dein Kind die grundlegenden Kenntnisse des Radfahrens.
Mit dem passenden Kinderfahrrad kann das große Abenteuer dann auch schon beginnen. Für uns sind das PUKY® 12 Zoll, das woom 2 sowie das S’COOL niXe die perfekten Einsteiger-Fahrräder. Wichtig beim ersten Rad und den ersten Fahrversuchen: die kindgerechte Ergonomie, Sicherheit sowie ein geringes Gewicht.

Fazit: So gelingt das Fahrradfahren lernen bei Kindern

Mit unseren drei Tipps, wie das Fahrradfahren bei Kindern gelingen kann, haben wir Dir unsere Erfahrungen mit auf den Weg gegeben. Es erfordert durchaus viel Geduld und Zeit, aber Kinder lernen schnell. Wichtig ist, an Dein Kind zu glauben. Mit einem passenden Kinderrad gelingt der Einstieg dann spielerisch und Du wirst sehen, es wird der Tag kommen, an dem es „zack“ macht und Dein Kind alleine Fahrrad fährt.

LG, Richard & Maren.

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2 Antworten

  1. Vielen Dank für deinen Beitrag! Wir sind uns tatsächlich noch unsicher, wann wir unseren Sohn (bald 3) aufs „richtige“ Fahrrad lassen. Er lernt wirklich schnell und läuft auch schon richtig gut. Aber wir haben uns mal bei https://gokart-profi.de/ beraten lassen und uns erstmal für ein Laufrad entschieden. Wenn das gut läuft und unser Kleiner sicher damit fährt, werden wir deine Tipps befolgen und es mit dem richtigen Rad ausprobieren. Vielen Dank vorab für deine Tipps und Empfehlungen!

    1. Grüß Dich Nils,
      ganz herzlichen Dank für Dein tolles Feedback! Wir können ein Laufrad vorab auch wirklich nur empfehlen, da so bereits wichtige, grundlegende Fähigkeiten erlernt werden und der Switch zum Fahrrad dann nur noch marginal ist.
      Wir freuen uns riesig, dass wir euch einige hilfreiche Erfahrungen und Tipps mit auf den Weg geben konnten.
      LG, Richard.

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