„Hast du an die Schwimmtasche gedacht?“ „Waren nicht heute Nachmittag noch Hausaufgaben fällig?“ „Oh Mist, wir brauchen noch ein Geschenk für den Geburtstag morgen!“ – Kommt dir das bekannt vor?
Mental Load, die permanente mentale und emotionale Verantwortung für Familienorganisation, Haushalt und Kinderbetreuung, trifft längst nicht mehr nur Frauen. Moderne, engagierte Väter spüren immer häufiger die Last dieser unsichtbaren Arbeit – und verstehen plötzlich, was ihre Partnerinnen bisher oft stillschweigend geschultert haben. Zeit, genauer hinzuschauen, oder?
Lena Hoppe, Fair Play Facilitatorin, berichtet, wie gleichberechtigte Elternschaft gelingen kann und der Familienalltag im Einklang gemeistert wird.
Inhaltsverzeichnis – Deine Mehrwerte in diesem Artikel
Warum Mental Load uns alle betrifft – und immer mehr Männer darunter leiden
Früher galt es als selbstverständlich, dass Mütter im Hintergrund alles organisieren, planen und im Blick behalten. Sie gingen dafür häufig aber auch keiner Erwerbstätigkeit nach… Doch die Realität ändert sich seit einigen Jahren fundamental: Nicht nur, dass Frauen immer mehr Gelegenheiten erhalten, im Business richtig durchzustarten (und leider trotzdem häufig noch fast so viel unbezahlte Care-Arbeit übernehmen) – nein, auch Männer, die eine bewusste und gleichberechtigte Elternschaft leben, erleben heute hautnah, wie fordernd es ist, Familie und Beruf zu vereinen.
Dabei ist nicht nur die praktische, sondern vor allem die mentale Last groß: Ständig daran denken, welche Termine anstehen, Arztbesuche und andere Erledigungen organisieren, die Einkaufsliste mit einem möglichen Essensplan für die Woche in Verbindung bringen und soziale Verpflichtungen im Blick behalten. Der Kopf ist ständig voll – und zwar immer mehr bei beiden Elternteilen.
Das Phänomen Mental Load führt dabei nicht selten zu Spannungen und Frustrationen in der Partnerschaft. Glücklicherweise muss das nicht so bleiben.
Fair Play: Ein spielerischer Weg zur fairen Aufteilung
In ihrem Bestseller „Fair Play – A Game-Changing Solution for When You Have Too Much to DO (and More Life to Live) (auf deutsch: „Auch Männer können bügeln“) stellt die US- amerikanische Autorin Eve Rodsky eine innovative Methode vor, um genau diese Belastungen sichtbar zu machen und fair zu verteilen. Das Besondere daran: die spielerische Umsetzung anhand von Karten, auf denen sämtliche Familienaufgaben visualisiert und mit denen sie dann auch bewusst und transparent aufgeteilt werden. Kein vages „Ich helfe dir dabei“, sondern klare Verantwortung von der Planung bis zur Umsetzung. Darum geht es bei der Fair Play Methode.

Als Deutschlands erste zertifizierte Fair-Play-Facilitatorin begleite ich Paare dabei, diese Methode unkompliziert und effektiv in ihren Alltag zu integrieren.
Warum Männer konkret von der Fair Play Methode profitieren
Wer den Schritt zu einer wirklich gleichberechtigten Elternschaft wagt, profitiert ganz direkt im Alltag – und zwar weit über eine verbesserte Beziehung hinaus. Hier ein paar authentische Stimmen von Männern, die den Unterschied erlebt haben:
- Seit wir klare Zuständigkeiten vereinbart haben, sind meine Frau und ich endlich im Einklang. Wir wissen beide, was ansteht und wer dafür verantwortlich ist. Keine verpassten Termine mehr, keine gegenseitigen Vorwürfe. Einfach Klarheit und Ruhe.
- Früher war der Einkauf oft Chaos pur. Ständige WhatsApp-Nachrichten, fehlende Lebensmittel, Missverständnisse. Seit wir Aufgaben klar verteilt haben, ist unser Einkaufsprozess entspannt – und ehrlich gesagt macht es sogar Spaß.
- Wir fühlten uns ständig beide verantwortlich, aber trotzdem fehlte es an Überblick. Seit wir uns ernsthaft mit der Fair Play Methode beschäftigen, verstehen wir einander viel besser. Unsere Beziehung fühlt sich harmonischer an, und das Familiendasein ist weniger stressig.
Gleichberechtigte Elternschaft bedeutet nicht weniger als Freiheit, Klarheit und weniger Stress für beide Seiten. Männer, die sich hier engagieren, haben zudem mehr Raum für ihre eigenen Interessen und ihr Berufsleben – ohne Schuldgefühle, ohne Scham.
Buchtipp: Familie als Team: Autorin und Mental Load Expertin Laura Fröhlich im Interview
So gelingt der Einstieg: Fair-Play-Workshops für Paare
Natürlich klingt das zunächst einfacher, als es ist. Gewohnheiten, unausgesprochene Erwartungen und innere Widerstände verschwinden nicht einfach so. Genau hier setzt mein Angebot an:
- Halbtägiger Workshop (3 Std.)
- Ideal als kompakter Einstieg in die Fair-Play-Methode: Ihr lernt, wie ihr Mental Load sichtbar macht und erste Schritte zu einer fairen Verteilung entwickelt. Ziel ist unmittelbare Entlastung, bessere Kommunikation und mehr Verständnis füreinander.
- Vertiefende Workshop-Serie (4 x 90 Minuten)
- Über vier Wochen hinweg etabliert ihr nachhaltig Routinen, übt den Umgang mit den Fair Play Karten und festigt euren gemeinsamen neuen Alltag. Ideal für Paare, die es wirklich ernst meinen und dauerhaft im Sinne einer gleichberechtigten Elternschaft profitieren wollen.
Diese Workshops sind kein Coaching-Marathon, sondern eine praktische und humorvolle Gelegenheit, sofort etwas zu verändern – ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit konkreten Ergebnissen. Erfahre mehr zu meinen Coachings ->
Gleichberechtigte Elternschaft ohne Schuld und Scham
Eine faire Aufgabenverteilung hat nicht nur organisatorische Vorteile, sondern verändert auch die emotionale Qualität eurer Beziehung. Keine unausgesprochenen Erwartungen mehr, keine Schuldgefühle, wenn etwas nicht klappt. Stattdessen Klarheit, gegenseitiges Verständnis und eine gleichberechtigte Partnerschaft auf Augenhöhe.
Väter profitieren dabei ganz besonders davon, nicht länger „nur Helfer“ zu sein, sondern echte Verantwortung für das Familienleben zu übernehmen. Und das lohnt sich nicht nur heute, sondern auch langfristig.
Der erste Schritt dazu kann dabei schon heute gegangen werden. Es gibt kein perfektes Timing, um mit einer fairen Aufteilung zu starten. Es braucht nur die Entscheidung, es wirklich anzugehen. Je früher, desto besser: für eure Partnerschaft, für eure Familie, und vor allem für euch selbst.
Über Lena Hoppe

Lena Hoppe ist Deutschlands erste zertifizierte „Fair Play“-Facilitatorin sowie Executive Coach (ACC, ICF). Als Mutter eines Grundschulkindes kennt sie die Herausforderungen und Chancen einer gleichberechtigten Elternschaft aus eigener Erfahrung. Sie unterstützt Eltern dabei, eine harmonische Verbindung von Familie, Partnerschaft und Beruf zu erreichen – und dadurch mehr Raum für persönliche Entwicklung und Zufriedenheit zu schaffen. Lena verbindet dabei ihre umfangreiche Erfahrung aus über 10 Jahren in der Unternehmenskommunikation mit fundierter Coaching-Kompetenz.

Das Papammunity-Team
Hey, ich bin Richard, Vollblut-Papa und zusammen mit meiner Frau Maren, ausgebildete Sozialassistentin & Erzieherin sowie studierte Sozialpädagogin aktuell in der Jugendhilfe tätig, führen wir als Eltern eines Sohnes den Elternblog „Papammunity“.
