„Up to Dad“ – Die Buchrezension

„Up to Dad - Die Buchrezension
„Up to Dad"
Carsten Vonnoh ist Coach sowie systemischer Berater für Väter, Familien und Organisationen. Er ist zweifacher Vater und Gründer des Online-Portals „Väter in Verantwortung„. Mit seinem ersten Buch „UP TO DAD“ begibt er sich und seine Leser:innen auf die Reise, Kinder entspannt zu begleiten und dabei auch den eigenen Weg als Mann und Vater zu gehen. In unserer Buchrezension geben wir Dir einen tieferen Einblick in sein Buch und lassen den Autor exklusiv Stellung beziehen.

Das erwartet Dich

Der Aufbau von „Up to Dad"

„Up to Dad“ ist in insgesamt acht Kapitel aufgeteilt. Dabei baut sich das Buch nach und nach auf. In den ersten beiden Kapiteln behandelt Carsten Vonnoh das Vaterbild im allgemeinen und auf das eigene Vaterbild bezogen.
Die beiden folgenden Kapitel gehen dann einen Schritt weiter. „Was im Leben mit Kindern wirklich zählt“ sowie die Vater-Kind Beziehung rücken in den Vordergrund. In welcher Verbindung meine Selbstfürsorge als Vater und die Bindung zu meinem Kind steht, erläutert Carsten wie folgt:

Ich glaube, eine harmonische Vater-Kind-Beziehung muss gar nicht das Ziel sein. Gerade in Konflikten lernen wir und unsere Kinder mehr, als wenn die ganze Zeit vermeintliche Harmonie herrscht. Das passiert aber nur, wenn ich wirklich verstehen will, was hinter diesen Konflikten, einem bestimmten Verhalten und besonders meinen eigenen Reaktionen steckt. Und das hat dann sehr viel mit Selbstfürsorge zu tun: nur wenn es mir gut geht, ich ernsthaft auf mich achte, kann ich auch wirklich gut für meine Familie sorgen, präsent sein und mich mit Ihnen weiter entwickeln. Zufriedener, selbstbestimmter und leichter Vater sein.

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– Carsten Vonnoh, Vater, Autor & Coach

Die Kapitel fünf und sechs stellen dann das bewusste Vater sein sowie die Selbstfürsorge in den Fokus. Zwei sehr wichtige und inhaltlich starke Abschnitte, die den Stellenwert der Vaterschaft – gerade in der heutigen Zeit – sehr gut wiedergibt.
Im vorletzten Kapitel bringt Carsten Vonnoh ein sehr schwieriges und emotionales Thema zum Tragen: Getrennt Vater sein.
Er schildert seine persönlichen Erfahrungen, aber auch die verschiedenen Sichtweisen betroffener Kinder. Weiterhin gibt er den Leser:innen Tipps, die dazu beitragen, die Vater-Kind Beziehung zu stärken.
Das abschließende Kapitel ist die Vision des Autors für das Vatersein im 21. Jahrhundert.

Worum geht es in „Up to Dad"?

„Up to Dad“ versteht sich als erstes bindungsorientiertes Väterbuch. Es spiegelt das Zusammenspiel des Mann und gleichzeitig Vater sein wieder. Carsten Vonnoh gibt hierbei Tipps und Tricks, die eigenen Bedürfnisse und Grenzen auszuloten und gleichzeitig eine enge Bindung zu seinem Kind aufzubauen.
Das Buch ist dabei Wegweiser für Männer und Väter, bestehende Rollenbilder zu überdenken. Es bietet dem Leser die Möglichkeit, sich selbst zu reflektieren, den Weg zum selbstbestimmten Vater sein zu finden, ohne dabei auf eine gesunder Work-Life-Balance zu verzichten.

Es geht darum, entspannter und souveräner Vater zu sein, sich und seine Kinder besser zu verstehen und sich jeden Tag ein klein wenig weiterzuentwickeln. Es geht darum, seinen eigenen, selbstbestimmten Weg zu finden und eine stabile, vertrauensvolle Vater-Kind-Beziehung zu gestalten. Es geht darum, mit unseren Kindern zu lernen, zu echteren, liebevolleren und kompetenteren Vätern und Partnern zu werden. Dabei versucht mein Buch zu begleiten, durch viele Impulse aus der Forschung, meiner Arbeit und meinem persönlichem Lernen.

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– Carsten Vonnoh, Vater, Autor & Coach

Im Folgenden gehen wir etwas näher auf die einzelnen Kapitel und Inhalte ein.

Kapitel 1: Warum Väter so bedeutsam sind

Der Titel des Kapitels sagt im Grunde aus, worum es auf den ersten Seiten von „Up to Dad“ geht: sich der Rolle des Vaters gerecht werden. Und diese Rolle bedeutet, auf Augenhöhe mit der Mutter zu sein. Eine gleichberechtigte Bezugsperson im Familienhaushalt. Sich seiner Verantwortung in puncto Vater-Kind-Bindung bewusst sein und diese auch annehmen.
Carsten Vonnoh zeigt auf, das Vaterschaft eine zentrale Rolle im Familienleben innehat, auch wenn das gesellschaftliche Verständnis dafür mitunter fehlt. Oftmals wird der Vater als Gehilfe angesehen. Im Mittelpunkt steht die Mutter. Das dem nicht so ist und aktive Vaterschaft zunehmend an Aufschwung gewinnt, verdeutlicht er in den einzelnen Abschnitten dieses Kapitel sehr schön.

Kapitel 2: Wie das eigene Vaterbild ins Heute wirkt

Im zweiten Kapitel geht es um die Vergangenheit. Welcher Typ Vater wir selber sein möchten, ist wesentlich durch das eigene Elternhaus geprägt. Eine Tatsache, die wir (werdenden) Väter uns immer wieder vor Augen halten müssen. Gerade, wenn es darum geht, das gesellschaftliche Bild des Vaterseins zu verändern. Meine Vaterrolle hat wesentliche Auswirkungen auf mein Kind, aber auch auf seine spätere Vater- oder Mutterrolle.
Diese Reise in die eigene Kindheit sowie der Austausch mit den Eltern kann eine große Rolle spielen, um sich selbst als Vater zu definieren. Der Autor gibt den Leser:innen in diesem Kapitel ein paar sehr hilfreiche Möglichkeiten der Selbstreflexion an die Hand.

Kapitel 3: Was im Leben mit Kindern wirklich zählt

Kapitel drei stellt die Erziehung und die verschiedenen Möglichkeiten dieser in den Fokus. Die Abschnitte dieses Kapitels sind unglaublich wertvoll für mich als Elternteil. Sehr hilfreich empfinden wir hier, den Blick auf das Kind in Form eines beispielhaften Tagesablaufs, der verdeutlicht, wie sehr ein Kind kooperiert, obwohl uns Eltern das im (oftmals stressigen) Alltag gar nicht bewusst ist.
Carsten gibt Einblicke und damit den Leser:innen Hilfestellungen aus seinen Seminaren. Sehr wertvolle Tipps, die ich hier als Leser:in mitnehme und in meinen elterlichen Alltag einbringen kann. Die folgenden Begriffe verdeutlichen den Inhalt und den Wert für die Leser:innen sehr gut:
  • Bewegung auf Augenhöhe
  • Achtsame Erziehung
  • Bedürfnisorientierte und beziehungsorientierte Erziehung
  • Empathie
  • Die Freiheit meines Kindes

Kapitel 4: Auf der Suche nach der guten Vater-Kind-Beziehung

Gleich zu Beginn dieses Kapitels wird ein, aus unserer Sicht, sehr schöner und wichtiger Vergleich genannt: starke und liebevolle Männer in der Gesellschaft.
Oft fragen wir uns, wieso dies so ein Kontrast zu sein scheint. Und warum sich viele Väter mit Emotionen in der Erziehung schwer tun. Sicherlich ist es historisch bedingt. Umso schöner, dass Carsten in diesem Kapitel einen weiteren wichtigen Beitrag dazu leistet, dass das starke und gleichzeitig liebevolle Vatersein cool ist!
Die Abschnitte umschreiben sehr schön, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse seiner Kinder wahrzunehmen. Sie zu begleiten und uns von ihren führen zu lassen. „Das Kind im Manne“ ist so ein Sprichwort, dass in der Realität nicht präsent zu sein scheint. Dabei ist es genau das, was eine gesunde und wertvolle Vater-Kind-Beziehung ausmacht.
Auch in diesem Kapitel spielen die unter Kapitel drei genannten Begriffe eine zentrale Rolle.
Was dieses Kapitel so wertvoll macht, sind wieder die vielen Einblicke, Tipps und Tricks des Autors in seine Arbeit als systemischer Therapeut und Berater für Väter und Familien.

Kapitel 5: Bewusst Vater sein

Ein guter, bewusster Vater zu sein, bedeutet mit sich selbst im Reinen zu sein. In das Vater sein reinwachsen, sich Fehler eingestehen und daraus lernen. So schreibt es der Autor im fünften Kapitel, welches den Mann als (werdenden) Vater sowie seine Familie in den Mittelpunkt stellt. Es werden Antworten auf die Fragen gegeben, wie ich ein liebevoller Vater bin, der sich auf Augenhöhe mit seinem Kind begibt.
Dabei gefällt mir, Richard, sehr gut, dass der Autor in den einzelnen Abschnitten viel Wert darauf legt, zu verdeutlichen, dass es nicht darauf ankommt vermeintlich perfekt zu sein. Vielmehr geht es darum, sich seiner Rolle bewusst zu sein, um ein gleichwertiger Teil der Familie sein zu können.

Kapitel 6: Selbstfürsorge: mehr als Wellness für Männer

Wie der Name des sechsten Kapitels schon sagt, schließt es thematisch im Grunde an Kapitel fünf direkt an. Und es dürfte für viele Männer wohl das Kapitel mit der größten Herausforderung sein. Sich selbst zu finden, sich selbst zu genügen, ist kein leichter Schritt. Zumal es eher ein Prozess ist, der mittels Selbstreflexion erreicht wird. Dafür aber gerade für Familienväter unter Umständen ein sehr wichtiger Schritt.
Carsten gibt Tipps und Tricks, wie z.B. Routinen sowie eine gute Schlafqualität dazu beitragen, mit sich selbst im Reinen zu sein. Darüber hinaus kommt hier die ganze Bandbreite an Erfahrung des Autors rüber. In kurzen Abschnitten beleuchtet er die einzelnen Prozesse, die bei der Selbstfürsorge eine Rolle spielen.

Kapitel 7: Getrennt Vater sein

Carsten ist selbst ein getrennt lebender Vater. Ein Aspekt, der den Leser:innen in diesem vorletzten Kapitel eine vertrauensvolle Basis gibt, sofern man selbst betroffen ist. Er teilt seine Erfahrungen und zeigt Wege auf, wie auch ein getrennt lebender Mann ein guter Vater sein kann. Im Fokus stehen dabei die folgenden Werte:

  • Wertschätzung
  • Respekt
Was uns hier gefällt ist, dass er den Fokus auch auf die Kinder legt. Sie sind genauso betroffen, geraten oft allerdings in den Hintergrund. Carsten geht ausführlich auf das Wechselmodell ein und veranschaulicht, wie im getrennt lebenden Fall die Vater-Kind-Beziehung erhalten und gestärkt werden kann. Auch hier profitiert der Leser bzw. die Leserin von seiner langjährigen Erfahrung sowie vielen Tipps.

Kapitel 8: Meine Vision für das Vatersein im 21. Jahrhundert

Ein schöner und wichtiger Abschluss von „Up to Dad“. Mit des Autors Vision für das heutige und zukünftige Vatersein wird mit alten Rollenbildern aufgeräumt. Er räumt mit den angestaubten Denkweisen zur Vaterrolle auf und zeigt klare Vorstellungen, dass aktive Vaterschaft mehr und mehr Anklang findet.
Es sind die Väter unserer und kommender Generationen, die für mehr Vereinbarkeit einstehen. Wir Väter wollen ein gleichwertiger Teil im Familienleben sein. Aktiv und sich integrierend.

An wen richtet sich „Up to Dad" von Carsten Vonnoh?

„Up to Dad“ ist in erster Linie ein Buch, welches sich an Männer und Väter richtet. Auch alleinerziehenden Väter finden in dem Buch viele Anreize und hilfreiche Tipps. Allerdings sehen sowohl wir, als auch der Autor selbst, in dem Buch Frauen und Mütter ebenso als Zielgruppe:

Das Buch richtet sich an Väter, die sich besser kennenlernen, dazulernen und sich weiterentwickeln wollen. An Väter, die immer wieder an die gleichen Hindernisse stoßen und bisher keine Alternativen gefunden haben. An Väter, die sich überfordert und unzufrieden fühlen und weniger Funktionieren wollen. An Männer, die sicher gehen wollen, dass sie eine gute Basis für die Atmosphäre in ihrer Familie und ihre Vater-Kind-Beziehung legen wollen. Und an Mütter, die die Männer an ihrer Seite besser verstehen wollen und einen Weg hin zu gleichberechtigter Elternschaft gehen wollen.

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– Carsten Vonnoh, Vater, Autor & Coach

Nicht zuletzt eignet sich „Up to Dad“ sehr gut als Geschenk im Familien- oder Freundeskreis.

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Resümee

Vaterschaft sowie die Vater-Kind-Beziehung können gar nicht genug Aufmerksamkeit erhalten. Der Mensch ist historisch bedingt über die Jahrhunderte in Rollenmuster verfallen, aus der es schwer ist auszubrechen. Umso schöner und wichtiger zu sehen bzw. zu lesen, was Vaterschaft im 21. Jahrhundert bedeuten kann. Und wie Väter sehr wohl Care-Arbeit leisten, eine stabile Vater-Kind Beziehung aufbauen und sich gleichzeitig ihrer Selbstfürsorge bewusst sind.

„Up to Dad“ ist ein wichtiger, literarischer Meilenstein in dem (Selbst)-Verständnis des Mannes als Vater und Familienmensch. Für mich – aus der Papa-Perspektive – ist „Up to Dad“ von Carsten Vonnoh eine Pflichtlektüre für (werdende) Väter. Ein Buch, das einmal mehr zeigt, wie wertvoll Literatur ist, um zu reflektieren und zu wachsen.

LG, Richard & Maren.

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2 Kommentare zu „„Up to Dad“ – Die Buchrezension“

  1. Ich denke schon, nicht nur als Geschenk für ihre Männer an der Seite. Ich habe von einer ganzen Menge Müttern schon sehr positives Feedback bekommen. 😊🙏🏼

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