Kinderhilfe – Orgeln für den guten Zweck

„Sammeln für gemeinnützige Zwecke“. Dies war das Anliegen des verstorbenen Aloys Mussenbrock aus Georgsmarienhütte. Diese jährliche Tradition zur Adventszeit im Stadtzentrum von Osnabrück wird mittlerweile seit 2004 von den Osnabrücker Orgelfreunden fortgesetzt. Unter dem Motto „Hilfe für Kinder“ wird jeweils im Dezember für ein unterschiedliches Projekt zur Kinderhilfe gesammelt. In diesem Jahr wird das Projekt „Jedes Kind braucht einen Engel“ (JKBEE) gesammelt.

Kinderhilfe – wie alles begann

Die Osnabrücker Orgelfreunde ist eine Gruppe von Ärzten, Psychotherapeuten, Apothekern & Freunden. Seit dem Jahr 2004 nutzt die Gruppe die Drehorgel von Aloys Mussenbrock. Diese wird von der „Horst-Koesling-Schule“, die zu der Heilpädagogischen Hilfe gehört, zur Verfügung gestellt. Seitdem führt die Gruppe die Tradition fort & orgelt jedes Jahr zur Adventszeit im Stadtzentrum von Osnabrück. Die vielen klassischen Weihnachtslieder verbreiten eine frohe Adventsstimmung in der Fußgängerzone. Die charakteristischen Mäntel & Hüte gehören dabei ebenso zum Erscheinungsbild, wie der Affe „Paulchen“ auf der Drehorgel. Die Orgelfreunde sind inzwischen eine bekannte Institution zur Weihnachtszeit & erhalten jedes Jahr viel Zuspruch sowie Spendenbereitschaft. Mit Musik & klappernden Spendendosen wird jedes Jahr für die Kinderhilfe verschiedener Projekte gesammelt.

Kinderhilfe – Drehorgelaktion 2018

In diesem Jahr wird die Kinderhilfe „Jedes Kind braucht einen Engel“ (JKBEE) der ev.-luth. Petrusgemeinde in Osnabrück gesammelt. Das Projekt für Kinder & Familien in Not wurde im Jahr 2008 gegründet. Mehr als 50 Ehrenamtliche arbeiten hier für ihre Vision einer sorgenden Gesellschaft. JKBEE ist für jeden da, egal welcher Konfession, Religion oder Herkunft. Es wirkt in den Osnabrücker Stadtteilen Gretesch, Lüstringen, Darum & weit darüber hinaus.

In der Stadt Osnabrück leben ca. 23% der Kinder & Jugendlichen in Familien im Hartz-IV-Bezug. Hinzu kommen noch viele Kinder geringverdienender Familien, die armutsgefährdet sind. Kinder zu haben, birgt deutschlandweit ein hohes Armutsrisiko. Aufwachsen in Armut bedeutet: geringere Bildungschancen, geringe materielle Teilhabe, geringe soziale Integration & wenig Chancen auf Veränderung.

JKBEE bekämpft Armutsfolgen:

  • mit der Hausaufgabenbetreuung für Kinder, denen Unterstützung beim Lernen fehlt
  • mit einem sozialen Laden, in dem gespendete & aufbereitete Kinder-, Jugend- & Erwachsenenkleidung günstig angeboten wird
  • durch die Kinderferienbetreuung, die besonders Alleinerziehende Eltern in ihrer Berufsausübung unterstützt & Kindern Ferienerlebnisse ermöglicht, auch wenn Urlaub zu teuer ist

JKBEE ist mit der Diakonie, der Caritas, mit Fachdiensten der Stadt & vielen anderen Partnern vernetzt.

Die Arbeit von JKBEE begann vor 10 Jahren als Projekt. Sie findet kein Ende, denn Familienarmut hat kein Ende gefunden.

Bis dahin, Richard & Hugo.

Richard & Hugo

Richard & Hugo

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